Ratgeber

NICHT UNTER WERT VERKAUFEN
Ratgeber Auto: Darauf sollte man bei der Veräußerung von Unfallwagen achten

Die letzte Entscheidung zum Verkauf des Unfallwagens liegt immer beim privaten Verkäufer, das Gebrauchtwagenportal übernimmt aber die Koordination der Übergabe und Bezahlung des Fahrzeugs. Foto: djd/www.ichwillmeinautoloswerden.de/Kzenon-Shutterstock

(djd). Der letzte Winter ist schon vergessen. Manchem Auto sieht man ihn aber noch an, wenn es etwa durch Blitzeis oder schlechte Sicht zu einem Unfall gekommen ist. Oft entstehen bei solchen Unfällen auffällige Schäden am Fahrzeug, die auch dann als sehr störend empfunden werden, wenn das Fahrzeug noch vollständig fahrtüchtig ist. Ein neues Auto muss her, der Unfallwagen soll veräußert werden. Eine interessante Möglichkeit, ihn selbst zu verkaufen statt zum erstbesten Straßenhändler oder sogar auf den Schrottplatz zu bringen, bieten Gebrauchtwagenportale im Internet. Sofern das Fahrzeug noch fahrtüchtig ist und keinen Totalschaden aufweist, kann es über diese Portale vermittelt werden.

Gebrauchtwagenportale vermitteln zwischen Besitzer und Händler

Viele Autobesitzer verwechseln dabei Gebrauchtwagenportale mit Anzeigenportalen und schließen diese für den Verkauf ihrer Fahrzeuge aus. Tatsächlich sind beide Verkaufsmethoden strikt voneinander zu unterscheiden. Ein Anzeigenportal bietet lediglich die Möglichkeit, das Fahrzeug im Internet anzupreisen und einer mehr oder weniger breiten Masse von Menschen vorzustellen. Dabei wird lediglich die Werbefläche zu Verfügung gestellt, der Autobesitzer erhält darüber hinaus allerdings kaum Unterstützung beim Verkauf des Fahrzeugs. Ein rein vermittelndes Gebrauchtwagenportal wie beispielsweise www.ichwillmeinautoloswerden.de führt den Autobesitzer stattdessen durch den Verkaufsprozess. Statt das Auto selbst anzukaufen, wird nur der Kaufvertrag zwischen Autobesitzer und Händler vermittelt. Eine Provision zahlt der Händler bei einem erfolgreichen Ankauf. Für den verkaufenden Autobesitzer bleibt der Service kostenfrei. 

Angebote von über 11.000 Händlern

Nachdem der Autobesitzer sämtliche Informationen bezüglich des Unfall- beziehungsweise Gebrauchtwagens vollständig und wahrheitsgetreu angegeben hat, werden diese geprüft. Das Team des Gebrauchtwagenportals bietet das Fahrzeug danach über 11.000 geprüften Autohändlern an und holt deren Angebote ein. Der Verkäufer selbst bleibt während des gesamten Vorgangs bis zum Kaufvertrag vollständig anonym. Danach ermitteln die Mitarbeiter der Plattform das beste Angebot. Die letzte Entscheidung zum Verkauf liegt beim privaten Verkäufer, die Plattform übernimmt die Koordination der Übergabe und Bezahlung des Fahrzeugs.


SCHÖNRECHNEREI MIT FOLGEN
Ratgeber Immobilien: Bauherren sollten Nebenkosten unbedingt im Blick behalten

Baunebenkosten sind nicht zu unterschätzen, denn sie können ein großes Loch in der ursprünglichen Finanzierungsplanung verursachen. Foto: djd/Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende/Corbis

(djd). Bauherren sollten sich vor der vertraglichen Bindung an ein Hausbauunternehmen ein genaues Bild über die voraussichtlich anfallenden Nebenkosten machen. Diese sind zum Teil erheblich - und reißen nicht selten ein großes Loch in die ursprüngliche Finanzierungsplanung.

Baunebenkosten sind durchaus kalkulierbar

Ein an sich hübsches Einfamilienhaus, ohne Putz und Dämmung inmitten einer Sand- und Steinwüste. Kein seltenes Bild in den Neubausiedlungen am Rande der Stadt. Der Grund hierfür ist so simpel wie vermeidbar: Das Geld ist vor der Fertigstellung des Hauses ausgegangen, die Kostenkalkulation und die darauf aufbauende Finanzierung waren nicht ausreichend. "Dabei sind die Bau- und Baunebenkosten durchaus seriös kalkulierbar", meint Florian Haas, Finanzexperte und Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. Man müsse es aber auch wollen, und genau daran hapere es bei so manchem Hausbauberater. Aus Angst, den Auftrag nicht zu bekommen, so Haas, würden Hausbauberater die Kosten stattdessen schön rechnen.

Addiert man die Positionen wie Maklerprovision, Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch, Vermessung, Planung und Hausanschlüsse kommt eine stattliche Summe zusammen, welche die reinen Baukosten aus dem hübschen Prospekt um ein gutes Stück erhöht und meist auch aus Eigenmitteln erbracht werden muss. Dabei sind die Kosten keineswegs versteckt, sondern bereits im Vorfeld genau identifizierbar. Bauherren sollten bereits bei den ersten Planungen eine detaillierte Aufstellung über alle in Zusammenhang mit dem Neubau oder Kauf entstehenden Kosten machen und mit den Berechnungen des Hausbauberaters vergleichen. Nur so bekommt man auch Klarheit über die Größenordnung des Gesamtprojekts und kann nach Abschluss der Planungen eine seriöse und ausreichende Finanzierung auf die Beine stellen.

Checkliste gibt Überblick zu allen Kosten

Die Schutzgemeinschaft beispielsweise stellt ihren Mitgliedern und anderen Bauwilligen unter www.finanzierungsschutz.de eine Checkliste zur Verfügung, welche die einzelnen zu berücksichtigenden Punkte der im Bauprozess entstehenden Kosten systematisch auflistet. Daneben bietet die Seite weitere wertvolle Hinweise sowie Checklisten und Ratgeber rund um den Hausbau.


VOM START WEG AUF GUTEM FUNDAMENT
Bedarfsanalyse und Baupartnerwahl: So gelingt der Einstieg in ein großes Projekt

Wie viel Haus kann ich mir leisten: Im ersten Schritt gilt es, eine prinzipielle Gegenüberstellung von Wunsch und machbarer Wirklichkeit vorzunehmen. Foto: djd/finanzierungsschutz/shutterstock/gcpics

(djd). Der Immobilienmarkt in Deutschland ist von zwei Entwicklungen geprägt: einerseits die außergewöhnlich niedrigen Baudarlehenszinsen, andererseits die teilweise exorbitanten Preissteigerungen bei Immobilien. Im Ergebnis stellt die Entscheidung, ein Eigenheim zu bauen, für die meisten Bauherren trotz Niedrigzins eine regelmäßige hohe finanzielle Belastung über viele Jahre hinweg dar. Der Start in ein solches Projekt ist enorm wichtig - angefangen bei der Bedarfsanalyse und der Wahl des Baupartners.

Bedarfsanalyse: Gegenüberstellung von Wunsch und Wirklichkeit

Im ersten Schritt gilt es, eine prinzipielle Gegenüberstellung von Wunsch und machbarer Wirklichkeit vorzunehmen. "Ziel ist es, eine Idee davon zu bekommen, welche Ausstattung man sich leisten kann und wie viel Wohnfläche es tatsächlich sein muss. Benötige ich unbedingt einen Keller und wie energieeffizient soll mein Haus sein?", betont Florian Haas, Finanzexperte und Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende. Wichtig sei es, dass die monatlichen Belastungen nicht zu hoch angesetzt würden. Auch bei der Eigenleistung würden der tatsächliche finanzielle und zeitliche Aufwand und die benötigte Erfahrung oft unterschätzt. "Recherchen nach Fördermitteln, etwa der KfW-Bank, lohnen sich und helfen, bares Geld zu sparen", so Haas.

Bonitätsprüfung des Bauträgers als Herausforderung

Nach Bedarfsanalyse und Klärung der Finanzierung folgt die Auswahl des Baupartners. "Den Bauträger richtig zu bewerten, ist eine große Herausforderung für jeden Bauherren", meint Florian Haas. Auch wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis zu stimmen scheine, sollte man vor Vertragsabschluss die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bauunternehmers sowie dessen Qualität und Zuverlässigkeit überprüfen. Am besten sei es, wenn der Bauträger eine Baufertigstellungsbürgschaft bei seiner Hausbank stellen könne. "Diese Bürgschaften garantieren dem Bauherren, dass die Bank für die Fertigstellung des Hauses aufkommt, sollte das Unternehmen Insolvenz anmelden müssen", so Haas.

Alternativ zu einer Bürgschaft könne man mit dem Bauträger auch den Abschluss einer Baufertigstellungsversicherung vereinbaren. Diese wäre zwar ein weiterer Kostenfaktor, kommt jedoch der Bauträger seinen Bauverpflichtungen, etwa aus Gründen einer Insolvenz, nicht nach, sei diese Versicherung die einzige wirksame Absicherung. Denn in der Regel reichen die dem Bauherren gesetzlich zustehenden Sicherheitseinbehalte nicht für die entstehenden Mehrkosten im Rahmen der Restfertigstellung aus.


SCHNELLER DURCH DIE KASSE
Kontaktloses Bezahlen: girocard nimmt Funkverbindung mit dem Terminal auf

Wenn das Kassenterminal den zu zahlenden Betrag anzeigt, hält der Kunde seine Girocard in kurzer Entfernung an das Lesegerät. Sofort tauschen Chip und Lesegerät die für den Bezahlvorgang notwendigen Daten aus. Foto: djd/BVR

(djd). Über 100 Millionen girocards - früher EC-Karte genannt - sind in Deutschland in Umlauf. Mit ihnen kann man schnell und einfach am Automaten Geld abheben oder seine Einkäufe im Supermarkt und in fast allen anderen Geschäften bezahlen. Dank moderner NFC-Technik wird dies künftig noch bequemer und schneller funktionieren, nämlich kontaktlos per Funk. "Kontaktloses Bezahlen heißt, dass die Karte nicht mehr in das Bezahlterminal an der Ladenkasse eingesteckt werden muss, sondern dass die Karte eine Funkverbindung mit dem Terminal aufnimmt", erklärt Dr. Andreas Martin, Vorstand im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Bei Beträgen bis 25 Euro ohne Geheimzahl und Unterschrift

Wenn das Kassenterminal den zu zahlenden Betrag anzeigt, hält der Kunde seine girocard in kurzer Entfernung an das Lesegerät. Sofort tauschen Chip und Lesegerät die für den Bezahlvorgang notwendigen Daten aus: die Nummer der Karte, ihr Gültigkeitsdatum und den Betrag. Bestätigt wird die Zahlung durch einen kurzen Piepton oder durch ein optisches Signal. Danach wird der Betrag wie üblich dem Kreditinstitut des Kunden gemeldet, seinem Konto belastet und dem Händler gutgeschrieben. Bei Beträgen bis 25 Euro sind beim kontaktlosen Bezahlen nicht einmal Geheimzahl und Unterschrift notwendig.

Karten, mit denen kontaktloses Bezahlen möglich ist, tragen ein Funkwellen-Symbol. "Kontaktloses Bezahlen ist genauso sicher wie das Einstecken der Karte in das Terminal. Hier werden nur solche Daten übertragen, die zur Ausführung der Transaktion erforderlich sind, also beispielsweise nicht Name oder Adresse des Karteninhabers", erläutert Dr. Andreas Martin. Zudem könnten nur Terminals mit der Karte kommunizieren, die von der Kreditwirtschaft zugelassen seien.

Die Qual der Wahl: Bargeld, Karte oder Smartphone

Alle neu ausgegebenen girocards der Volksbanken und Raiffeisenbanken werden künftig die Kontaklos-Funktion enthalten. Und der nächste Schritt im modernen Zahlungsverkehr ist bereits in der aktiven Testphase: das Bezahlen mit dem Smartphone auf Basis der girocard. BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin ist sich sicher: "Letztendlich kann der Kunde einfach auswählen: Will er mit Bargeld bezahlen, mit Karte oder künftig per Smartphone". Weitere Informationen zum kontaktlosen Bezahlen per Funk mit Karte und über das Pilotprojekt mit der "girocard mobile" gibt es unter www.bvr.de.


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