Ratgeber

OHNE VERZICHT DIE HAUSHALTSKASSE SCHONEN
Fünf Tipps, wie junge Eltern beim täglichen Konsum effektiv sparen können

Augen auf beim täglichen Einkauf: Schon mit einfachen Tricks können junge Eltern viel Geld sparen, ohne auf etwas verzichten zu müssen. Foto: djd/Geld und Haushalt/Halfpoint/Fotolia

(djd). Wenn die Familie wächst, steigen automatisch auch die Kosten. Gerade junge Eltern wissen, wie wichtig es ist, die laufenden Ausgaben genau im Blick zu halten. Der erste Schritt dazu ist es, Einnahmen und Ausgaben systematisch zu erfassen, etwa in einem Haushaltsbuch - so wissen Papa und Mama schnell, wie viel freies Budget ihnen jeden Monat zur Verfügung steht und wo sie den Sparstift ansetzen können. "Wer gut leben will, muss nicht unbedingt viel verbrauchen. Eine sparsame Lebensweise schont die Haushaltskasse und die natürlichen Ressourcen, ohne dass die Familie auf etwas verzichten muss", sagt Korina Dörr vom Beratungsdienst Geld und Haushalt. Hier gibt es fünf goldene Regeln, mit denen sich junge Eltern am Ende des Monats über ein kleines Plus im Portemonnaie freuen können.

 

1. Den Einkauf planen: Vor dem Shoppen stets einen Einkaufszettel schreiben, Spontankäufe sind oft überflüssig und teuer. Und nie mit leerem Magen einkaufen: Wer hungrig ist, kauft oft mehr ein als ursprünglich gewollt. Mit einem Menüplan für die Woche kann man außerdem gezielter einkaufen und auch Reste besser verwerten.
2. Bei Sonderangeboten genau hinsehen: Nicht jedes ist ein Schnäppchen. Gerade bei Markenartikeln kosten Sonderangebote meist mehr als vergleichbare No-Name-Produkte. Vorsicht auch bei Aktionsprodukten, die in den Gängen des Supermarkts angeboten werden. Hier sind direkte Preisvergleiche schwierig.
3. Eine Nacht darüber schlafen: Bei größeren Wünschen - einem neuen TV-Gerät, der Urlaubsreise oder gar einer Autofinanzierung - sollte man nicht aus der Laune heraus handeln, sondern die Kaufentscheidung stets gut überdenken. Ist die Anschaffung wirklich notwendig, gibt das Familienbudget die Ausgabe her? Hilfreich ist es, sich vor Augen zu führen, wie lange man für das Geld arbeiten müsste. Viele Ratschläge zum sinnvollen Haushalten und zu Sparmöglichkeiten gibt auf 56 Seiten der "Budgetkompass für die Familie", der unter www.geld-und-haushalt.de oder über die Telefonnummer 030 - 204 55 818 kostenfrei erhältlich ist.
4. Vorsicht in der Quengelzone: Auch wenn die Versuchung groß ist, sollte man sich nicht von Angeboten in der sogenannten "Quengelzone" verführen lassen. Dies ist der Bereich vor den Supermarktkassen mit vielen Süßigkeiten, die besonders Kinder magisch anziehen.
5. XXL ist nicht immer gut: Ein übergroßer Einkaufswagen verleitet schnell zu unnötigen Käufern, da normale Mengen im Korb buchstäblich untergehen. Viele neigen dann dazu mehr hineinzulegen, als man ursprünglich vorhatte. Umso wichtiger ist eine gute Planung des Einkaufs.

 

VERBRAUCHER UND UNTERNEHMEN STEHEN AUFS ENERGIESPAREN
Deutsche wollen bewusst mit Strom und Wärme umgehen

Unternehmen investieren verstärkt in den Klimaschutz und auch Verbraucher können von Energiesparpotenzialen profitieren. Foto: djd/E.ON

(djd). Ein bewusster Umgang mit Energie steht bei den Deutschen weit oben auf der Planungsliste für 2017, gleich nach gesünderem Essen und Abnehmen: Das hat eine aktuelle Repräsentativ-Umfrage von YouGov ergeben. Energie zu sparen plant laut der Studie jeder fünfte Bundesbürger, während nur acht Prozent mit dem Rauchen aufhören und nur vier Prozent weniger Auto fahren möchten. Auch Unternehmen haben das Thema auf der Agenda. In einer aktuellen Trendstudie von E.ON gaben 75 Prozent der Geschäftsführer an, in den vergangenen drei Jahren in den Klimaschutz investiert zu haben.

Heizung und Beleuchtung bieten hohes Sparpotenzial

Für Verbraucher ist es dabei relativ einfach, den guten Vorsatz umzusetzen und Energie zu sparen. LED statt Glühbirne, Stoßlüften statt gekippter Fenster bei Kälte: Das sind nur zwei Beispiele, wie man bei Strom und Heizung ohne größeren Aufwand spürbare Einsparungen erreichen kann. Der Verzicht aufs Auto ist dagegen schon mit deutlich mehr Komforteinbußen verbunden. Für Unternehmen gestaltet sich der Klimaschutz im Gegensatz dazu oft deutlich kostenintensiver. Wie auch beim privaten Hausbesitzer sind Heizung und Beleuchtung mit die größten Stellschrauben beim Energieverbrauch. Der Studie des Energieversorgers zufolge waren die Sanierung der Heiztechnik und der Einbau effizienterer Lichtquellen daher die wichtigsten Maßnahmen für jedes zweite der befragten Unternehmen. Gut ein Drittel hat seine Produktionsprozesse optimiert und die Gebäude besser gedämmt. "Energie und Klimaschutz haben einen festen Platz auf der Agenda deutscher Unternehmen", so Heinz Rosenbaum, Geschäftsführer von E.ON Energie Deutschland. "Es gibt aber noch erhebliches Verbesserungspotenzial in vielen Bereichen."

Eigene Kleinkraftwerke fürs Energiesparen

Immer mehr Unternehmen setzen zudem auf eigene Kleinkraftwerke, um ihre Strom- und Heizkosten weiter zu senken. Im Mittelpunkt stehen dabei Blockheizkraftwerke, die mit Photovoltaik-, Solarthermie- oder kleineren Windkraftanlagen gekoppelt werden können. Aber auch Verbraucher können sich ihr eigenes Mikro-Kraftwerk, etwa in Form einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, ins Haus holen. Alternativ bieten vor allem die Dächer von Privathäusern, aber auch von großen Bürogebäuden oder Produktionsstätten noch erhebliche Flächenressourcen für die Installation von Photovoltaikanlagen. Als Ergänzung dazu ist die Batterietechnik mit Lithium-Ionen-Akkus mittlerweile so weit fortgeschritten, dass sich die dezentrale Speicherung von selbst erzeugtem Strom für private Haushalte ebenso wie für Unternehmen durchaus rechnet. Unter www.eon.de gibt es weitere Informationen zur dezentralen Energieerzeugung und -nutzung.

 

PRÄVENTION LOHNT SICH DOPPELT
Umfangreiche Vorsorgeangebote der Krankenkassen nutzen

Alle zwei Jahre zahlt die Krankenkasse den Check-up beim Hausarzt. Foto: djd/IKK classic/thx

 

(djd). Ist das Bonusheft vom Zahnarzt auf dem neuesten Stand? Haben die Kinder die nötigen U-Untersuchungen absolviert? Und wie sieht es mit dem Termin für die Krebsvorsorge aus? Viele Bürger nutzen das letzte Quartal des Jahres für die fällige Prävention. Gut zu wissen: Patienten erhalten von ihren Krankenkassen einen Bonus, wenn sie sich gesundheitsbewusst verhalten und Vorsorgetermine wahrnehmen. Es lohnt sich also doppelt, die eigene Gesundheit wichtig zu nehmen.

Früher zur Vorsorge, länger gesund

Vorsorge bedeutet ein Stück Lebensqualität. "Vorsorge ist sinnvoll und wirksam. Werden Symptome und Warnsignale frühzeitig entdeckt, können Krankheiten durch gezielte Maßnahmen einen milderen Verlauf nehmen oder ganz verhindert werden", weiß Melanie Gestefeld von der IKK classic. Deshalb sei der regelmäßige Check-up beim Hausarzt - ab 35 etwa alle zwei Jahre - oder die Krebsfrüherkennung für Frauen ab 20 und Männer ab 45 Jahren so wichtig. Trotzdem nimmt nur jeder zweite Versicherte dieses Angebot wahr, zeigen aktuelle Umfragen des Onlineportals Statista. Die regelmäßigen Termine zur Krebsfrüherkennung beanspruchen rund 60 Prozent der Frauen, aber nur 27 Prozent der männlichen Patienten. Bonusprogramme der Krankenkassen, über die gesundheitsbewusste Versicherte einen Bonus erhalten, sollen hier Anreize schaffen.

Gesundheitsangebote nutzen, hilft fit bleiben

Bewegungsmangel und einseitige körperliche Belastungen können zu Rückenschmerzen, Übergewicht oder hohem Blutdruck führen. "Um rechtzeitig etwas für die Gesundheit zu tun, bezuschussen Krankenkassen auch Präventionskurse wie zum Beispiel Rückengymnastik, Aquajogging oder Ernährungskurse", so Melanie Gestefeld. Es lohnt sich daher, genau nachzufragen, welche Leistungen die eigene Krankenkasse bietet und noch in diesem Jahr aktiv zu werden. Mehr Informationen gibt es etwa unter www.ikk-classic.de/vorsorge.

 

WAS GEBEN EIGENTLICH DIE ANDEREN AUS?
Service: Die eigenen Ausgaben mit Durchschnittshaushalten vergleichen

Liegen wir mit unseren Ausgaben im Rahmen, sind wir besonders sparsam oder verschwenderisch? Referenzbudgets ermöglichen aufschlussreiche Vergleiche für jeden Haushalt. Foto: djd/Deutscher Sparkassenverlag

(djd). Wirtschaftet die Familie besonders sparsam oder geht man eher verschwenderisch mit Geld um? Geben andere mehr fürs Shopping aus, liegt man mit den eigenen Ausgaben für Urlaubsreisen und Auto unter oder über dem Durchschnitt? Sich selbst einzuschätzen, fällt meistens schwer. Es sei denn, es stehen unabhängige Vergleichswerte zur Verfügung. Mit sogenannten Referenzbudgets gibt es jetzt die Möglichkeit, seine Ausgaben mit Haushalten in einer ähnlichen Situation direkt zu vergleichen - kostenfrei und einfach am heimischen Rechner. Unter www.referenzbudgets.de bietet der Beratungsdienst Geld und Haushalt diesen spannenden und aufschlussreichen Service an.

Kostentreiber im eigenen Haushalt identifizieren

Das eigene Verhalten mit Durchschnittswerten zu vergleichen, gibt viele interessante Denkanstöße - und zeigt unter anderem direkt, wo sich der Sparstift erfolgreich ansetzen lässt. Wer möchte, kann online zusätzlich eigene Daten eingeben, um bestimmte Bereiche wie beispielsweise die Ausgaben für Strom, Kleidung oder Essen genauer zu vergleichen. Die Durchschnittsausgaben sind für viele unterschiedliche Haushaltstypen verfügbar. So wird schnell deutlich, ob man sich mit den eigenen Ausgaben eher im Mittelfeld bewegt oder deutlich nach oben oder unten abweicht. Auch die größten Kostentreiber im eigenen Haushalt werden angezeigt und lassen sich auf diese Weise schneller aufspüren.

Entscheidungshilfe bei beruflichen oder privaten Veränderungen

Der Haushaltsvergleich bietet wertvolle Orientierung, um das eigene Budget kritisch zu überprüfen. Wo die Ausgaben von den Referenzwerten deutlich abweichen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Besonders bei den Wohnkosten, die einen Großteil des Budgets aufbrauchen, lässt sich oft sparen: Bis zu 30 Prozent sind allein durch einen Wechsel des Energieanbieters drin. Manchmal sind die Mehrausgaben aber auch Ausdruck des persönlichen Lebensstils. Ebenso hilfreich ist der Ausgabencheck auch, wenn eine Veränderung der Lebenssituation ansteht oder geplant wird. Welche Kosten kommen mit einem Kind auf die Familie zu? Wie wirkt sich ein Berufswechsel mit einem geringeren Verdienst auf das private Budget aus? Ist der Schritt von der Mietwohnung ins Eigenheim mit langfristiger Finanzierung sinnvoll? Mit wenigen Mausklicks lassen sich neue Lebenssituationen simulieren - eine wichtige Hilfe, um fundiert und gut überlegt Entscheidungen zu treffen.

 


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